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Meine geschichte

Meine Kindheit und Jugend

Ich wurde 1974 in Chengdu, Provinz Sichuan, China, in eine traditionelle und literarisch geprägte Familie hineingeboren. In meinen frühen Jahren war es mein Großvater, ein Veteran der Roten Armee, der mich mit der stillen Kraft von Güte, Mut und Standhaftigkeit aufzog.

Meine Eltern waren zwar durch ihre Arbeit stark eingebunden, doch sie umgaben mich mit der Welt von Kunst und Musik, während meine Großmutter mir die Tür zur Literatur öffnete und in mir die Gewohnheit des Lesens förderte. Mein Vater, selbst Künstler, führte mich in die Malerei ein – eine Praxis, die ich bis in meine Schulzeit hinein fortsetzte.

Kinder unserer Generation wuchsen in China in einfachen, aber freudvollen Verhältnissen auf. Ohne Fernseher oder elektronische Geräte verbrachten wir unsere freie Zeit meist draußen im Spiel. Schon früh entdeckte ich zudem meine Liebe zum Lesen und vertiefte mich sowohl in chinesische als auch in internationale Literatur.

Meine Gesundheit war jedoch in der Kindheit eher schwach. In meinen Jugendjahren begann ich, Lehrern und Praktizierenden zu folgen und Meditation, innere Kultivierung sowie Kampfkünste zu erlernen. Durch diese Praxis konnte ich meine körperliche Schwäche allmählich überwinden, und mein Körper gewann an Kraft und Lebendigkeit.


Meine Ausbildung und frühe Berufserfahrung

Ich schloss 1995 mein Studium an der Sichuan International Studies University ab, mit den Schwerpunkten englische Literatur sowie Wirtschaft und Handel und einem Nebenfach in Französisch. In der Universitätsbibliothek vertiefte ich mich in klassische Werke zu Philosophie, Religion, Leben und Kulturen.

Nach dem Studium arbeitete ich zunächst als Übersetzerin in einem amerikanischen Pharmaunternehmen und wurde später Business Development Managerin in einem großen deutschen Konzern (Messer Group), wo ich innerhalb von vier Jahren erfolgreich 17 WOFEs und Joint Ventures in China aufbaute.

Anschließend wechselte ich zu Cerestar (Cargill) und arbeitete mit über 100 internationalen Mitarbeitenden am Aufbau der damals größten Lebensmittelproduktionsanlage in Nordchina. Ich lebte in Chengdu, Peking, Songyuan und Shanghai und bereiste zahlreiche Städte in China.


Meine Ehe und Familie

Im Jahr 2000 heiratete ich meinen deutschen Ehemann, und wir haben einen Sohn und eine Tochter. Wir lebten zunächst in Peking und im Nordosten Chinas, später zehn Jahre in Shanghai, wo wir Freundschaften mit Menschen aus vielen Teilen der Welt knüpften.

2012 zogen wir nach Hamburg, Deutschland, wo wir fünf Jahre lebten. Seit 2017 ist die Schweiz unser Zuhause.


Meine Interessen – Lernen als Lebensform

Jeder Tag ist für mich eine Gelegenheit zum Lesen, Lernen und Entdecken. Im Durchschnitt widme ich täglich fünf bis sechs Stunden dem Lesen.

Meine Interessen sind vielfältig: Ich beschäftige mich mit Börsenhandel und Investitionen, spiele Tennis und Golf und habe über viele Jahre hinweg Architektur- und Designthemen vertieft, unter anderem durch ein langjähriges Abonnement von Architectural Digest.

Auch Autos, Boote oder Schmuck interessieren mich – nicht unbedingt, um sie zu besitzen, sondern um das Leben und seine vielfältigen Ausdrucksformen zu verstehen.


Mein Lebensstil – Weniger ist mehr

Mein Mann und ich haben all unsere Immobilien verkauft und uns bewusst für ein einfaches und erfülltes Leben entschieden. Ich lebe vegetarisch und nehme täglich nur eine Mahlzeit zu mir (Mittagessen).

Für mich gilt im Leben:
Weniger ist mehr.


Auf dem Weg

In den vergangenen zwanzig Jahren war mein Weg weniger von Ausweitung als von Klärung geprägt.

Durch das Leben in unterschiedlichen kulturellen Kontexten lernte ich allmählich zu unterscheiden, was bewahrt werden kann, was hinterfragt werden muss und was neu verstanden werden will.

Der Umzug mit meiner Familie von China nach Deutschland und später in die Schweiz war nicht nur ein geografischer Wechsel, sondern auch eine Veränderung der Perspektive. Das Leben zwischen Kulturen forderte mich immer wieder heraus, Bedeutung zu übersetzen, statt lediglich Wissen zu vermitteln.

Was einst als persönliches Interesse begann, wurde zu einer tieferen Fragestellung:
Wie kann alte Weisheit im heutigen Leben lebendig bleiben?
Wie kann Reflexion Teil des Alltags werden?
Und wie kann echter Dialog entstehen, ohne Unterschiede zu nivellieren?

In diesem Prozess entwickelte sich meine Arbeit nicht als feste Rolle, sondern als eine Weise des Seins – getragen von Lernen, Praxis, Dialog und der fortlaufenden Klärung des Verstehens.


Meine Reise ist untrennbar mit dem Vermächtnis meiner Familie verbunden. Über vier Generationen hinweg haben Hingabe an Bildung, Glaube, Opferbereitschaft und Kunst das Fundament gelegt, auf dem ich heute stehe.

 

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